Der rechtliche Aspekt im Einkauf

Der Fachkaufmann für Einkauf und Logistik muss sich in seiner Ausbildung auch das Vertragsrecht (Grundzüge) aneignen. Einige Prüflinge haben erhebliche Ängste vor diesem Fach. Jedoch mit einer guten Vorbereitung braucht da keiner Angst davor zu haben. Große Firmen beschäftigen in der Regel Rechtsanwälte, welche die Verträge vor Unterzeichnung prüfen, jedoch benötigt der Einkäufer ein Grundwissen, damit er weiß wovon die Rede ist.

Die Fehler die im Einkauf wegen falscher Verträge auftreten können das Unternehmen sehr viel Geld kosten. Ich kenne einen Fall, bei dem es wegen eines schlechten Vertrages der Firma ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden ist. Dabei hätten nur zwei Nebensätze den Schaden begrenzen können.

Der Einkäufer/Beschaffer muss schon wissen, welche Rechte und Pflichten er beim Abschluss eines Kaufvertrages eingeht. Insbesondere wenn es bei der Lieferung der gekauften Ware zu Problemen kommt, wie er rechts sicher agieren muss. Die Begriffe AGB, Gewährleistung, Garantie usw. muss er erklären und im Arbeitsumfeld sauber agieren können, denn falsches Vorgehen kann sehr teuer werden.

Im Rahmen der Produkthaftung kommt dem Einkäufer eine ganz wichtige Funktion zu. Seine Vorarbeit, seine Dokumentation und die Qualität der eingekauften Produkte bestimmt ganz wesentlich die Qualität des Fertigproduktes und wie viele Reklamationen im After-Sales-Bereich nachher auftreten.

Was der Einkäufer auch wissen sollte, mit wem vom Lieferanten kann ich wirksame Verträge abschließen? Denn im Handelsrecht kann nicht jeder in der Firma Verträge abschließen, denn wenn ein offensichtlich Unberechtigter unterschrieben hat, gibt es bei Reklamationen einige Probleme die eigenen Forderungen durchsetzen zu können.

 

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