Logistik

Der Begriff wird heute ganz allgemein angewendet. Noch vor einigen Jahren war es ein Begriff der nur im militärischen Bereich angewendet wurde. Hier waren es die Truppenteile, die die Kampfeinheiten mit Nachschub versorgten, die man im Sammelbegriff als Logistik benannte. Zum ersten Mal wurde der begriff Logistik in einer zentralen Dienstvorschrift (ZDV) 1967 beschrieben als: “..die Lehre von der Planung, der Bereitstellung und dem Einsatz der für militärische Zwecke erforderlichen Mittel und Dienstleistungen und die Anwendung der Lehre.”

Welche Funktionen soll die Logistik erfüllen? Sie soll benötigte Ware zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort, in der benötigten Menge und Qualität bereitstellen. Im Wirtschaftsleben kommt noch eine weitere Forderung dazu, das ganze soll auch noch möglichst günstig erfolgen.

In den Unternehmen unterscheidet man inzwischen folgende Logistikbereiche:

– Beschaffungslogistik

– Produktionslogistik

– Entsorgungslogistik

– Lagerlogistik und die Verkehrslogistik können auch als Funktionen in den oben genannten Bereichen auftreten.

In all diesen Bereichen können Fachkaufleute für Einkauf und Logistik zum Einsatz kommen. Die Studiengänge an den Hochschulen bilden Theoretiker aus, doch der Unterbau, die Praktiker werden noch in vielen Firmen aus anderen Bereichen rekrutiert. Hier soll die Weiterbildung zum Fachkaufmann für Einkauf und Logistik eine mögliche Qualifizierungslücke schließen und den Mitarbeitern gleichzeitig eine bessere Beschäftigungsmöglichkeit schaffen.

Im täglichen Arbeiten planen, steuern und kontrollieren die Logistiker Liefertermine, Bereitstellungszeiten und -Mengen. Sie überwachen die wirtschaftliche Lagerhaltung und bestimmen die Lagerhaltungsstrategie. Sie pflegen Kontakte zu Lieferfirmen und Partnern (im Falle des Outsourcings von Produktions-Prozessen) und verhandeln über Liefer-Preise und -Bedingungen.

Die meisten Fachkaufleute für Einkauf und Logistik arbeiten bei Logistikdienstleistern, z.B. Lagereibetrieben, Speditionen, See- und Küstenschiffahrt, Paketdiensten usw..

Wobei in dieser Weiterbildung die Teilnahme an bestimmten Lehrgängen oder Lehr-Instituten keine Pflicht ist. Es muss moreover keine Teilnahmebestätigung vorgelegt werden, einzig die einschlägige zweijährige Berufserfahrung muss nachgewiesen werden. Der Prüfungsteilnehmer muss moreover keinen 3.000 Euro teuren Lehrgang nachweisen.

Die Prüfungsgebühr von 500 Euro ist alleine schon happig genug.




Flattr this!