Bedarfsplanung das Betätigungsfeld des Fachkaufmanns für Einkauf und Logistik

Bedarfe planen weshalb?

Jedes Unternehmen muss seine Bedarfe planen. Was ist die Konsequenz, wenn die Bedarfe nicht oder falsch geplant wurden?
Wurde zu wenig geplant, kann nichts verkauft werden. Die Kunden gehen zur Konkurrenz und das Unternehmen kann sie später nur schwer wieder wieder zurückgewinnen. Im Handel kann es dazu führen, dass der Hersteller der nicht liefern kann
sogar aus dem Regal fliegt, moreover ausgelistet wird. Um wieder in das Verkaufsregal zu gelangen muss der Hersteller eine sogenannte Listungsprämie zahlen.
Der andere Fall zu viel eingeplant zu haben ist swift genau so schlimm, denn dann liegen die Produkte im Lager und können im schlimmsten Fall verderben. Dann fallen sogar Entsorgungskosten an. Hat das Unternehmen die falschen Produkte eingeplant,
dann hat es Ware im Lager die es nicht braucht und die Ware die es braucht ist nicht verfügbar. Zwar gibt es heute viele Hilfsmittel in Form von Programmen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Doch gibt es keine 100 Prozent Sicherheit. Jedes Unternehmen löst das Problem in unterschiedlicher Weise. Viele orientieren sich an der Automobilindustrie, doch auch dort gibt es häufig Planungsfehler, das merkt jeder Kunde an den Lieferzeiten. In 2012 gab es Hersteller, die bei bestimmten Modellen eine Lieferzeit von über 25 Wochen hatten.

Planungssysteme
Wir Menschen können nicht in die Zukunft sehen und bedienen uns verschiedener Hilfsmittel um eine gewisse Planungssicherheit zu erreichen.
Es gibt inzwischen verschiedene Programme mit denen der Bedarf geplant werden kann. Je komplexer das Produkt ist, das gefertigt wird, desto
länger benötigen die Programme um den Bedarf ermitteln zu können. Bei einem Fahrzeughersteller, dessen Fahrzeuge aus 2.500 Einzelteilen besteht,
kann so eine Materialbedarfsrechnung mehrere Tage betragen. Um dies zu verhindern, werden Produktgruppen gebildet, die dann nach anderen Rechenmethoden
kalkuliert werden.
A und B-Artikel (Eingruppierung erfolgt hier nach Wertigkeit) werden entsprechend der Stückliste berechnet. Die anderen Artikel nach Verbrauchszahlen der
Vergangenheit und nach Erfahrungswerten. Insbesondere Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien wie Öle, Fette, Reinigungsmittel können durchaus áuch nur
geschätzt werden. Bei einem Neuanlauf eines Produktes, kann der Bedarf nur geschätzt werden, da niemand den exakten Verkauf vorhersehen kann.
Die Materialbedarfsplanung wird zusätzlich dadurch erschwert, dass ein Unternehmen sich viele Produkte von anderen Firmen liefern läßt. Bei den
Zulieferern ist auch eine Planung notwendig, somit ist das eigene Unternehmen von der Genauigkeit der Planung des Zulieferers abhängig.

Fachkaufmann Einkauf und Logistik in der Bedarfsplanung
In der Ausbildung zum Fachkaufmann Einkauf und Logistik werden die Grundlagen der verschiedenen Bedarfsplanungssysteme und deren
Einflussfaktoren vermittelt. In der Berufspraxis muss sich der Einkäufer und Logistiker immer wieder mit der Planung und Steuerung von
Materialien und Mengen befassen. Wer die Werkzeuge beherrscht kann für sein Unternehmen gigantische Vorteile erwirtschaften.
Dies hat dann auch mit Sicherheit auf das eigene Einkommen und die Karriere positive Auswirkungen.

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